Ne, da war nicht die Kirche schuld. Diese These wurde von den “Hardliner” unter den Wissenschaftler vertreten. Die Mehrheit der Wissenschaftler hat es dennoch nie bezweifelt, wieso auch? Da ist die Frage schon viel wichtiger, was man davon als Planet zählen darf, und was nicht. Ich weiss nicht was die Mehrheit der Wissenschaftler geglaubt hat und was nicht. Ich weiss das sogar heute nicht. Die gängige Theorie war damals, daß Planeten im Grunde nur durch sehr seltene Zufälle entstehen und im allgemeinen eher Doppelsternsysteme entstehen. Das Planeten unwahrscheinlich sind, war daher eine physikalisch begründete Ansicht. Ebenso wie heute die Unmöglichkeit der Reise zu bewohnten Planeten propagiert wird, war die Sache mit den Planeten damals offizielle These der “seriösen” Wissenschaftler. Hast du dafür Quellen? Es kann sein, dass ein paar Exoten dieser Meinung waren, aber als gängige Meinung kommt mir das recht unwahrscheinlich vor. Dafür war der Einfluss von SF zu stark – bei der teilweise auch Wissenschaftler mitgeschrieben hatten. SF und Wissenschaft sind zwei verschiedene Dinge. Wissenschaftler distanzieren sich immer wieder gerne von der SF-Scene. Ich werde mal schauen, ob ich im Internet dazu etwas finde. *Erdähnliche* Planeten sind ein anderes Thema, wobei man sich auch hier wieder darüber streiten kann, was als erdähnlich durchgeht. Wissenschaftliche Theorien und Ansichten sind eben keine “Wahrheiten” sondern stets vorläufige Konzepte und Interpretationen. Nein, nicht wirklich. Eine Theorie ist eine Beschreibung der Umgebung in einem best. Gültigkeitsbereich. Das ist den Wissenschaftlern i.A. auch bewusst. Z.B. Newtons Mechanik ist nicht falsch, sie ist eine gute Näherung bei niedrigen Geschwindigkeiten. Newtons Mechanik ist falsch, weil sie nicht lorentzinvariant ist. Es gibt auch keine “globale” Inertialsysteme: http://homepage.univie.ac.at/franz.embacher/SRT/Inertialsystem.html Es gibt hunderte von Theorien die widerlegt wurde, womit schon gezeigt ist, daß eine wissenschaftliche Theorie nicht wahr sein kann, sondern einer ständigen Bewährung ausgesetzt sein muß. Wenn eine Theorie nicht widerlegt werden kann, dann bringt sie auch kein Erkenntnisgewinn in der Wissenschaft. Man muß daher angeben können, unter welchen Umständen eine wissenschaftliche Theorie widerlegt wäre. Und anderseits ist es möglich, daß eine Theorie erst widerlegt wurde und später dann doch wieder gelten kann, z.B. wenn man einen neuen Faktor feststellen kann, der für die vorherige Widerlegung verantwortlich war und damit erklären kann, warum eine Vorhersage einer Theorie nicht erfüllt wurde. Wissenschaftliche Beweise, sind keine mathematische Beweise, sondern Indizien, die eine Theorie stützen können aber ob sich die Theorie auf Dauer wirklich bewährt, zeigt nur die Zeit und die Empirie und wird keinesfalls durch einen wissenschaftliche “Beweis” für alle Zeiten festgelegt. Doch. Wenn eine Theorie überprüfbare Aussagen macht, ist diese Theorie entweder nachweisbar falsch, oder nicht. Wenn eine Vorhersage nicht erfüllt wird, dann kann es z.B. auch daran liegen, daß es einen Faktor gibt, den wir nicht berücksichtigt haben. Wissenschaft ist empirisch und nicht metaphysisch. Deswegen liefert die Wissenschaft keine Wahrheiten, sondern Theorien die sich bewähren oder nicht. Wenn eine wissenschaftliche Theorie wahr wäre könnte sie nicht falsifiziert werden. Falsifizierbarkeit ist aber ein Merkmal, wodurch sich Wissenschaft von Scheinwissenschaft abgrenzt. Im zweiten Fall kann sie vielleicht noch immer widerlegt werden, aber das schränkt nur ihren Gültigkeitsbereich ein. Innerhalb dieses Bereichs ist sie problemlos verwendbar. U.a. das unterscheidet eine “Theorie” von eine “Hypothese”. Wenn eine “Theorie” nur für genau einen einzigen Spezialfall gültig ist, wird sie wohl kaum jemand verwenden wollen. Trotzdem ist sie für diesen Fall gültig. Eine Hypothese ist eine unüberprüfte und unbestätigte wissenschaftliche Vermutung. Daher die Vorstufe der Theorie. Eine Theorie kann auch vollständig widerlegt werden. Es ist keinesfalls so, daß eine wissenschaftliche Theorie lediglich in ihrem Geltunsgberiche beschnitten, nicht aber widerlegt werden könnte. Wobei eine Widerlegung, ebenso wie die Bestätigung, nur einen vorläufigen Charakter hat. Eine Liste von widerlegten wissenschaftlichen Theorien bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Naturgesetz#Widerlegte_Naturgesetze Jedenfalls ist Newtons Mechanik, oder auch die Allgemeine Relativitätstheorie in ihrem Gültigkeitsbereich eine gute Näherung an die Realität – und das wird sich auch dann nicht ändern, wenn jemand eine bessere Theorie entwickelt, die vielleicht genauere Vorhersagen macht. Und DAS ist etwas, was sich nie ändern wird, zumindest, solange sich die Naturgesetze nicht ändern. Die Bewährung einer wissenschaftlichen Theorie ist ein Anzeichen dafür, daß eine Theorie unter allgemeinen oder besonderen Umständen relativ sichere Vorhersagen erlaubt. Mehr ist da nicht und weniger auch nicht. Mathematische Beweise sind nett, aber sie sagen absolut nichts über die Wirklichkeit aus. Klassischer Witz: Es sei eine Ampel, und sie sei grün… Das zentrale Kriterium von Naturwissenschaften ist das Experiment – was durchaus auch Fehler aufweisen kann. Das ist richtig. In der Wissenschaft sind die Menschen leider auch nicht ehrlicher oder rationaler als anderswo, Fehler oder Fälschungen gibt es leider recht oft. Veraltete und falsche Meinungen werden selten korrigiert, sondern sterben mit den entsprechenden Wissenschaftlern aus. Aber Meinungen sind keine durch Experimente bestätigte Theorien. Das ist auch richtig. Für weitere Infos hier.
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Wissenschaft und Pseudo-Wissenschaft
Wednesday, June 30th, 2010Welche Wissenschaft ist gut? Schnelle oder Langsame!
Thursday, June 17th, 2010Das Netz verändert sich in einer rasanten Geschwindigkeit. Genauso wie sich die Nähmaschine in rasanter Geschwindigkeit entwickelt hat. Früher musste man noch mit Hand nähen und ehe man sich versah gab es Maschinen die immer wieder Upgedatet wurden und nun heute in jeglicher From und Farbe exestiert. Gute Wissenschaft dagegen, ist eine sehr langsame Veranstaltung. Was der Reflexion und Ordnung des Themas ja nicht schaden muß, im Gegenteil. Ich befürchte, daß die Ergebnisse einer “Webwissenschaft” zum Zeitpunkt ihrer Publikation schon wieder veraltet sein werden. Nicht nur deswegen ist die Vorstellung, mit Hilfe dieser neuen Wissenschaft die Entwicklung des Web aktiv mitgestalten zu können, > vielleicht etwas weltfremd. Sehe ich nicht so. Bei einer solchen Internetwissenschaft geht es vor allem um eine Reflexion des Ist-Standes und um das Nachdenken über weitere Möglichkeiten. Das kann von mir aus ruhig ein paar Wochen und Monate der tatsächlichen Entwicklung hinterhinken, aber der weiteren Entwicklung trotzdem Impulse geben. Bei einem wichtigen, mittlerweile zentralen Medium wie dem Internet ist das ähnlich wie andere Medienwissenschaften eigentlich unabdingbar. Gibt es Internet-Business mittlerweile nicht außerdem längst als Studienfach und somit als Wissenschaft?
Lange Nacht der Wissenschaft
Tuesday, January 12th, 2010NOT. Mal im Ernst: Glaubt irgendjemand ernsthaft, man könnte Artikel
hier kaufen? Dann sollte er oder sie mal direkt in sich gehen und
einen Realitätscheck durchführen. Man kann bei uns keine Artikel
kaufen. Was wir wann veröffentlichen, entscheiden die Kollegen, die
ein Thema betreuen, danach, welche Bedeutung und Wichtigkeit sie der
jeweiligen Nachricht beimessen. Und welche Informationen zur
Verfügung stehen und was man zu einer Nachricht alles herausbekommen
kann, so sie denn grundsätzlich für wichtig gehalten wird.
Diese Jenaer Veranstaltung erschien uns beteutsam, da sie einen
großen Part zu Denkspielen, auch ihrer informationstechnischen
Umsetzung, enthält. Das bedeutet nicht, dass wir künftig über jede
“Nacht der Wissenschaften” in irgendeiner deutschen Stadt berichten -
genausowenig, wie wir das bislang über jede dieser Veranstaltungen
getan haben. Sondern wir entscheiden dies genauso wie bei jedem
anderen Thema, bei jeder anderen Nachricht, bei jeder anderen
Information.